Sightseeing Quito!



Zum ersten Mal bin ich heute morgen tatsächlich durch das Barrio gelaufen. Beni hat mir angeboten, mich in die Stadt zu begleiten und mir mal zu erklären, welchen Bus ich wo nehmen muss etc. Das war super lieb!

Die Busfahrt war bereits sehr eindrücklich. Das ganze Gebiet hier, bzw. Quito und seine Vororte liegen auf zahlreichen Hügeln und Täler. Überquert man einen Hügel, öffnet sich vor einem ein neues Tal – unbeschreiblich gigantisch und Gebäude so weit das Auge reicht.

Unser erster Halt war der mercado artesanal (Handwerksmarkt). Beni brauchte ein Geburtstagsgeschenk und Jonglierbälle für die Fundación. Der mercado ist ziemlich gross und super schön. Es gibt viele Stände, die zwar praktisch alle dasselbe verkaufen, aber alles ist sehr farbenfroh. Ich wollte so ein Ecuador-Pulli aus Lamawolle in Pink und bin schon früh fündig geworden. Juhu! Ich habe mir dann auch ein paar solcher Hippie-Hosen gekauft – selbstverständlich auch in Pink. haha! Ich habe es wirklich genossen auf dem Markt, die Verkaufenden waren überhaupt nicht aufdringlich. In Ruhe konnte man alles anschauen und anprobieren.

Von dort sind wir durch einen wirklich schönen Park zur Basilika gelaufen … ich habe mich immer sicher gefühlt, hatte nie Angst oder so. Für 2 Dollar sind wir die Basilika rauf gestiegen – die Treppen bzw. Leitern waren ein bisschen beängstigend und nicht wirklich super sicher. Aber der Ausblick zu oberst im Turm ist einfach überwältigend.

Von der Basilika ist es nur noch ein Katzensprung zur Altstadt – die wir nur kurz durchquert haben. Eine schöne Altstadt, soweit ich das bisher beurteilen kann.

Dann gings mit dem L8 Bus wieder zurück ins Barrio. Im Bus bin ich ziemlich angestarrt worden, vermutlich wegen meiner Grösse, meinen blonden Haaren und meiner weissen Haut … und sicherlich weil ich als Gringa in diesem Bus sitze, der nur zu Barrios fährt, wo Touristen nie hingehen.

Auf dem Weg durchs Barrio sind wir an einem „Volleyballfeld“ vorbeigekommen – naja Volleyballfeld ist wohl der falsche Begriff, um einen Platz aus Land und Matsch zu beschreiben, auf dem ein Seil gespannt ist, und ein paar Männer Volleyball spielen … Vermutlich deren Sonntagsbeschäftigung … das Barrio sieht wirklich trostlos aus … das gibt mir schon sehr zu denken … wie diese Menschen hier leben … und ich denke die Mehrheit der Menschen leben so oder sogar noch schlechter … wie kann so etwas nur sein … Erstaunt bin ich dann über die vielen glücklichen Gesichter, das laute Lachen, die Freude – es heisst ja nicht, dass wenn man arm lebt, man unglücklicher ist – vielleicht ist oft sogar das Gegenteil der Fall.

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