Todo eso es el Mercado?


Was wir uns unter Markt vorstellen, ist ganz etwas anderes, als der Mercado in Quito! Schon beim Eingang gibt’s einen riesigen Stau – es sieht fast so aus wie die Autobahnbezahlstellen in Italien – verschiedene Schlaufen zum einspuren. Dann sind da Autos, Camions, Traktore, Töffe, Velos mit riesigen Anhängern etc. Ich war total begeistert und aufgeregt, dass ich mitgehen konnte. Wir parkierten dann irgendwo bei den patatas. Und wenn ich sage patatas meine ich gigantische Lastwagen voller patatas – unglaublich. Es gibt unzählige Stände, alles Gemüse das man sich vorstellen kann und alle Früchte werden dort verkauft – viel billiger natürlich als im Supermarkt. Für die Fundación wird alle zwei Wochen auf diesem Mark ein Grosseinkauf gemacht – das reicht dann für alle Kids der Fundi für zwei Wochen. Wir marschierten mit so einem Handstapler und vielen „Gefässen“ durch den Markt. Immer wenn eine Ladung fertig war (so ca. 3 Schachten beladen), war es mein Job, mit dem Wagen zum Auto zu fahren, wo J dann die Ware auf den Truck lud. Und ich wieder zurück ins Gedränge. Auf den Marktwegen befinden sich Fussgänger, viele Transportvelos, Autos und sogar Camions … unglaublich. Und ich war fasziniert von der Menge an Produkten – nicht 10 Fässer Erdbeeren gab es, sondern hunderte … und von den ganzen Leuten … Ich wurde wieder mal ziemlich angestarrt – ich glaube, auf den Markt gehen Touristen bzw. Gringos nie – und ich Schneemann bin natürlich mal wieder aufgefallen … Was ich hier bisher jedoch echt cool finde, ist, dass ich noch nie doof angemacht wurde oder irgendwelche Sprüche habe über mich habe ergehen lassen müssen – die Leute schauen einfach, wie ich wahrscheinlich auch schauen würde, wenn ein paar "Gringos (für uns)" auf dem Natischer Weihnachtsmarkt umherschlendern würden …

 

Es war sooo heiss – zum Glück hatte Alba Sonnencreme dabei, ansonsten wäre ich krebsrot geworden. Natürlich habe ich aber die Sonne genossen, wie noch selten. Es ist schon speziell, dass man hier in Quito einfach mal kurz 20 Minuten hinunter fahren muss und dann von 10 Grad auf 25 ist … das Klima hier ist echt speziell … (und mir verschlägt es noch immer die Ohren wenn ich kaum ein paar Höhenmeter mache … und rennen kann ich noch immer vergessen – in dieser Höhe (3200 müm) bin ich nach 10 Metern ausser Schnauf …)

 

Auf dem Weg zum Markt machten wir noch Halt bzw. einen Umweg zum centro infantil. So konnte ich das auch mal kennenlernen – wie die Fundación ist es eine sehr wertvolle Einrichtung – ebenfalls von Marco und Alba gegründet, gerade in diesem Jahr. Eine schöne Tagesstätte für die ganz Kleinen haben sie hier geschaffen. Ich habe den Kleinen, die gerade am Essen waren, einen kurzen Besuch abgestattet – die sind soo süss. Ein ca. zweijähriger Junge streckte mir sofort seinen Arm entgegen – "mira, mira, me mordió un pajaro" (Schau, schau, hier hat mich ein Vogel gebissen), sofort suchten alle an ihren Armen etwas, das sie mir zeigen konnten … Ich hoffe, dass ich dann auch mal ein Tag hier arbeiten kann =)


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