Y dónde son las procesiones?


Wenn man in Quito Osterprozessionen sehen möchte, geht man besser nicht am Samstag ins Zentrum – da sind die nämlich schon durch. Ich Schlaumeier bin natürlich am Samstag zur Iglesia de San Francisco – in der Hoffnung, eine Prozession zu sehen. Zu spät ist mir in den Sinn gekommen, dass ich wohl besser am Donnerstag oder Freitag gegangen wäre … Naja zumindest konnte ich kurz eine Mini-Prozession von Indigenas bestaunen. Beni begleitet mich, da er noch ein paar Dinge aus dem Zentrum haben musste. Und so schlenderten wir halt gemütlich durch die Altstadt und entdeckten ein paar neue kuule Gässchen und Plätzchen. Die Strassen waren überfüllt mit Leuten und Strassenverkäufern – alle 2 Meter will dir jemand etwas verkaufen. Was für eine anstrengende Arbeit das sein muss, denke ich mir. Den ganzen Tag auf der Strasse, mit schweren Kübeln, oder Brettern umgebunden, wo die Ware gestapelt ist und die ganze Zeit ist man am Schreien: „cuatro manzanas par un dolar! solo un dolar – cuatro manzanas …“. Am meisten Mitleid habe ich mit den Kindern, die so unterwegs sind. Die müssen das ganze Wochenende auf der Strasse Dinge verkaufen – und ich stelle mir vor, wenn sie nicht genügend verkaufen, werden sie sicher verprügelt … Aber wie mir erklärt wurde, sollte bzw. dürfte man von Kindern gar nicht kaufen – sonst unterstützt man diese Kinderarbeit noch – erst wenn die Eltern einsehen, dass die Kinder nicht viel verkaufen können, werden sie damit aufhören, die Kinder auf die Strasse zu schicken. Aber solange die Kinder doppelt so gut verkaufen – weil die Leute mit Kindern Mitleid haben und denen eher etwas abkaufen, als den Eltern – müssen sie weiterhin Wochenende für Wochenende auf die Strasse …


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