Kreisch! Kein Strom? Kein Wasser?

Heute Abend gilt es, nach der Arbeit schnell heimzugehen. „Was machst du noch bis um 19.00 Uhr?“, fragt mich Paul noch. Na was wohl, die 45 Minuten werden genutzt, um verschiedene Tenues auszuprobieren, mich zu schminken, endlich meinen neuen Föhn zu benutzen, um die – von den Kindern – verzausten Haare einigermassen in Form zu bringen (PS: die Kids hier lieben es, meine Haare anzufassen, und an ihre zu halten, um den Farbunterschied zu bestaunen), etwas zu essen – und dies alles im Eiltempo.

Ein bisschen ausser Atem komme ich in unserer Wohnung an – als erstes das iPhone aufladen – funktioniert nicht!? Hä? Bitte nicht, dass dieses alte Ding genau jetzt den Geist aufgibt!? Ich probiere eine andere Steckdose aus – auch nichts. Da meint Beni, „ah Steffi, wir haben imfall keinen Strom …“. Was? Wie bitte? Ich schaue schockiert auf die Uhr – 18.20 – um 18.30 ist hier bereits ziemlich finster und ab 19.00 Uhr ist es stockfinster. Das darf doch nicht wahr sein. Ich schnappe schnell mein Schminkzeug, um das letzte Licht noch zu nutzen und mich vor dem Fenster zu schminken. Mit Hilfe der iPhone-Taschenlampe schminke ich mich schlussendlich fertig. Der Föhn konnte natürlich nicht benutzt werden – super. Im schwachen Licht einer Kerze verspeise ich noch ein paar Oreos und dann pünktlich um 19.00 machte ich mich – ohne zu wissen, wie ich nun bei Licht genau aussehe ;-) auf den Weg zum Treffpunkt. Draussen war mittlerweile auch alles ganz finster. In keinem Haus gab es Licht. Es herrschte folglich ein bisschen eine düstere Stimmung. An einer Häuserecke wartete ich dann ca. 40 Minuten auf meine ecuadorianische Partybegleitung … Bei 40 Minuten Verspätung entschuldigt sich hier noch niemand … wahrscheinlich ist das normal. Nur M war auch schon pünktlich da – so musste ich zumindest nicht alleine dumm an einer Ecke rumstehen.

 

So viel zum Stromausfall – was immer mal wieder vorkommt. Doch diesmal kam er noch gekoppelt mit einem Wasserausfall und dies noch zu einem nicht sehr idealen Zeitpunkt für mich. Nach einer Partynacht und einem darauffolgenden „Pizza mit 35 Kindern backen“-Tag wollte ich nur noch heim und duschen, bevor ich weiter in die Geburtstagsparty von Jessica ging. Voller Mehl und Tomatensauce, Oregano, Teig und so weiter stand ich unter der Dusche – kein Wasser. Ich testete die WC-Spülung – nichts. Der Wasserhahn – nada. Das darf doch nun wirklich nicht wahr sein!? Tja so kann’s gehen. „S gschech nüt schlimmers“, hätte Beni wohl gesagt ;-)



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