Una minga – schaufeln, pickeln, schwitzen … führte bei mir zu Sonnenbrand, Muskelkater und Blasen an den Händen


Für den Samstagmorgen hat Alba ein paar Eltern aufgeboten (welche bei früheren Mingas „Bauarbeiten“ nicht dabei waren), uns zu helfen, aus einer verwilderten Rasenfläche oberhalb der Fundación einen schönen Platz zu machen, auf dem die Kinder spielen können. Da nun die Bauarbeiten unten in der Fundación angefangen haben, gibt es da weniger Platz zum spielen, sowie viele Gefahren, weshalb es besser ist, wenn die Kinder einen anderen Ort haben, an dem sie sich austoben können.

Von den aufgebotenen Eltern (bzw. es musste einfach je ein Repräsentant eines Kindes kommen – das konnte der Vater sein, der Onkel, die Oma, ein Freund, …) kamen die Hälfte – nicht wirklich zuverlässig. Mit Pickel und Schaufel machten wir uns an die Arbeit. Vier Männer kümmerten sich darum, eine Rinne in die Erde zu schaufeln, damit das Wasser abfliessen kann und der Platz nicht versumpft. Zwei Frauen – eine kam tatsächlich in der Kleidung der Einheimischen, klassischer Hut inklusive und Ballerinas –, Alba und ich entfernten vom Platz das ganze Unkraut, bzw. diese Gasbüschel die überall gewachsen sind. Mit Pickel und Schaufel. Das war ziemlich anstrengend und ich konnte meinen Augen kaum trauen, wie diese Frauen geschuftet haben. Beide arbeiten auf dem Bau und das merkte man eindeutig. Als ich mich nach drei Stunden nur noch auf meinem Pickel abstützen wollte, machten die weiter als ob nichts wäre.

Ein Junge aus der Fundación, der selber gekommen ist, da seine Mama der ganze Tag arbeitet und sich der Papa am Samstag volllaufen lässt (wie könnte es auch anders sein – dieser arme Tropf …), sammelte mit einem anderen Jungen den ganzen Müll zusammen und später mit der Schubkarre die Grasbüschel. Und Marco mähte mit dem Rasentrimmer die Rasenfläche, auf der die Kinder dann Fangen oder was auch immer spielen können, während auf der Erdfläche Fussball oder Volleyball gespielt werden kann.

Gegen ein Uhr haben wir’s geschafft – aus einer wüsten Fläche ist ein guter Platz zum Spielen entstanden. Erschöpft tranken wir dankbar den erfrischenden Zimttee und assen den leckeren Kuchen.

 

Die Nachricht der neuen Cancha verbreitete sich unter den Kindern schnell – einige haben uns am Samstag dort arbeiten sehen – und am Montag wollten alle die Hausaufgaben so schnell wie möglich erledigen, um auf der Cancha spielen zu gehen. Als die ersten mit den Aufgaben fertig waren, ging ich mit ihnen hinauf, um das Gras zusammenzurechen – da am Morgen noch die letzten Flächen getrimmt wurden – damit anschliessen gespielt werden konnte.

Wie Verrückte rannten die Kids den steilen Hang hinauf und konnten es kaum erwarten, endlich Fussball oder Fangen zu spielen, zu rennen, … Sie freuten sich riesig – und ich mich mit ihnen =)


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